Musikverein 1947 Oberbrechen - Salonorchester

 

Für aktive Musikerinnen und Musiker:

Am 30.10.2016 findet um 9:30 Uhr unser Probentag im Vereinraum statt.

 

Das Salonorchester Oberbrechen in Wiesbaden, ein Erlebnisbericht

Einer Einladung nach Wiesbaden-Sonnenberg folgen Musiker gern. Wir hatten uns länger darauf vorbereitet, ein abwechslungsreiches Programm ausgearbeitet, sogar noch eine Extra-Probe angesetzt, um am 14. Oktober im Bürgerhaus zu bestehen. Wir sind ziemlich stolz darauf, dass trotz des Berufsalltags alle Mitspieler zugesagt haben.

Und dann das: Ungewohntes Weiß blitzt durch die Ritzen der Rollläden. Ungläubig schaut der Konzertmeister in Eschhofen aus dem Fenster, in Oberlibbach ist es nicht besser, auch nicht in Selters und Oberbrechen. Alle trösten sich damit, dass  rechtzeitig Tauwetter einsetzen wird, aber die Verkehrsdurchsagen werden eher bedrohlicher. Kilometerlanger Stau auf der A3. Sperrung der Hühnerstraße an zwei Stellen. Bäume, die die Schneelast nicht tragen konnten.- Absagen sollte man, um nicht Kopf und Kragen oder den Lack am Auto zu riskieren!

Nicht so das Salonorchester. Auf der Fahrt fragt sich der Schlagzeuger, den Kofferraum voller Trommeln und Klanggerät, ob sich überhaupt Zuhörer auf den Weg durch Schnee und  Matsch machen. – - Die Tische im Bürgerhaus sind schon hell und freundlich gedeckt, als die Musiker nach und nach hereintröpfeln, und jeder hat seine Geschichte zu erzählen von Hindernissen, die umschifft werden mussten. Bei jedem Neuankömmling geht ein Seufzer der Erleichterung durch die Reihen.

„Frohe Tage“ liegt auf dem Pult. Na hoffentlich.  Anton Dvoráks „Humoreske“ – das klingt doch auch fröhlich. - - Der Saal füllt sich. Der Dirigent hebt den Taktstock für die angekündigte „Kaffeehausmusik“. Wer aber glaubt, damit sei so ein gleichbleibendes, einlullendes  Hintergrundsgeräusch gemeint, der hat noch keinen flotten Marsch gehört oder gespielt, der hat noch nicht bei „Memory“ mit den Cats geseufzt, beim „Liebesleid“ gelitten und beim Sportpalastwalzer gepfiffen. Wir jedenfalls  sind angespannt wie Pferde vor dem Start ins Rennen.

Mit jedem herzlichen Applaus wird man angeregt sich noch mehr hineinzulegen in den Ausdruck der Melodien, mit jedem Stück geht auch das Publikum noch intensiver mit, unterstützt uns rhythmisch mit Klatschen und singt erst zurückhaltend mit, dass der Sigismund nichts dafür kann, dass er so  schön ist, bis es schließlich  überzeugend mitsingt, dass im Weißen Rössl am Wolfgangsee das Glück vor der Tür liegt. Ja, fast hat man den Eindruck, das Glück sei auch nach Sonneberg ins Bürgerhaus gekommen. – Wie gern erfüllen wir die vehemente Bitte nach einer Zugabe und nehmen gerührt Standing Ovations entgegen.

Mitten in der Woche ist für uns Sonntag, und wir fahren nach Hause durch ein Schmuddelwetter, das viel  heller scheint.

 

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